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Mjassischtschew 3 M / MD im Maßstab 1:110 (Kartonmodell)

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Mjassischtschew 3 M / MD Kartonmodell (alt)

M-3D

 

Mjassischtschew 3 M / MD Kartonmodell (neu)

M-3D

 

 

Modellbeschreibung

Das Modell zeigt den sowjetisch/russischen strategischen Bomber Mjassischtschew 3 M / MD aus dem gleichnamigen OKB. Der Kartonmodellbausatz stammt vom ungarischen Modellbaufreund Péter Szigetvári. Er zeichnet auch verantwortlich für die Modellkonstruktion. Ich hatte bereits bei der Mjassischtschew M-4 erwähnt, das zum Modellbausatz 3 verschiedene Versionen des strategischen Bombers gehören. Das hier vorgestellte Modell ist meiner Meinung nach das interessanteste. Diese Version der Mjassischtschew 3 MD steht auch im zentralen Flugzeugmuseum der russischen Förderration in Monino bei Moskau.

Da ich mit dem Testbau der Mjassischtschew M-4 bereits vorbereitet war, wusste ich beim Baubeginn was mich erwartet. Ich hatte bereits in der Vorbereitung einiges investiert. So hatte ich die Gravuren mit einem schwarzen Dokumentenstift nachgezogen, weil die Druckqualität nicht die Beste war. Des Weiteren habe ich die Fenster farblich verändert sowie die Hoheitszeichen neu ausgedruckt.

Meine erste größere Überraschung erlebte ich beim Ausschneiden der Bauteile für den Rumpfbug. Hier mußte ich feststellen, dass die entscheidenden Bauteile für die Bugspitze überhaupt nicht in der Zeichnung und den Abmaßen aufeinander abgestimmt waren. Die von mir vorgenommenen Veränderungen sind am fertigen Modell kaum zu erkennen. Für die Gestaltung der Beobachtungsfenster sind die im Bausatz vorhandenen Bauteile zwar geeignet, aber ich mußte mehrmalig in die Trickkiste greifen, damit ich auf rundliche und optisch akzeptablere Formgebungen kam. Den kompletten Bugbereich habe ich nach eigenen Fotovorlagen mit Teilen der Avionik ergänzt. Die Türme für die Bordkanonen habe ich dieses mal verändert und flacher gehalten.

Die nächste Herausforderung war der Bau der Tragflächenwurzel mit den Triebwerken beiderseits des Modells. Für mich stand fest, die Bauteile für die Verkleidungen der Triebwerke neu zu zeichnen und in der Optik zu verändern. Trotzdem hatte ich eine wesentliche Veränderung einfach vergessen. Am Modell ist erkennbar, dass die Öffnungen für die Triebwerkansaugschächte schräg und fast parallel zu den Flügelvorderkanten verlaufen. Dies ist am Original nicht so. Sie bilden eigentlich eine Linie, die im fast 90° Grad stehenden Winkel zur Längsachse des Flugzeuges sich befindet. Schade! Fällt aber in der Optik nicht weiter ins Gewicht. Die neu gezeichneten Bauteile habe ich mit Revell-Farben überstrichen.

Der Heckbereich des Rumpfes glänzt dagegen mit seiner Passgenauigkeit. Für das Seitenruder und die Höhenruder habe ich zusätzliche Stützkonstruktionen eingebaut. Der Kabinenstand für den Bordschützen, der Bremsschirmbehälter und der Bordkanonenbereich lassen sich problemlos anfertigen und anpassen. Das Modell wurde von mir weiterhin mit einem Hecksporn und einer Langdrahtantenne ergänzt.

Der Bau des Fahrwerks erforderte dagegen wieder mehr Zeitaufwand, da ich die Streben und die Konstruktion der Hauptfahrwerkswagen, einschließlich die der Stützräder, neu gezeichnet hatte. Dabei war darauf zu achten, dass die Stellung der Radnaben an den Hauptfahrwerkswagen nicht verändert werden dürfen. Es hätte sonst negative Auswirkungen auf den korrekten Stand des Modells.

Zusammenfassend möchte ich bemerken, das der Modellbausatz eine kleine Herausforderung darstellt. Er beinhaltet drei interessante Varianten des strategischen Bombers Mjassischtschew M-4 und 3 M / MD, die so im Angebot des Kartonmodellbaus nicht zu finden sind. Ich hatte in der Vergangenheit schon mehrmalig darauf aufmerksam gemacht, dass es von bestimmten Flugzeugtypen eine Anzahl von Modellbausätzen gibt, die auch auf eine gewisse Einfallslosigkeit bei der Typenauswahl schließen lassen. Die Modellkonstruktion von Péter Szigetvári hat es verdient professionell überarbeitet zu werden und mit einem größeren Maßstab versehen, wieder auf den Modellbaumarkt zu erscheinen.

 

Bildergalerie der Mjassischtschew 3 M / MD (alt)

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Kosmetischer Umbau des Modells Mjassischtschew 3 M / MD

 

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(zum vergrößern anklicken)

 

Ich habe dieses Modell einer kosmetischen Überarbeitung unterzogen und die Ansaugöffnungen der Triebwerksansaugschächte neu gestaltet. Damit werde ich in den nächsten Tagen, die hier gezeigte Bildergalerie des Modells, gegen aktuelle Bilder austauschen. 

 

 

Neue Bildergalerie Mjassischtschew 3 M / MD

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Daten und Fakten

Mit der Entwicklung der Atombomben und deren Einführung in die Bewaffnung der Luftstreitkräfte der Großmächte stand auch die Frage ihres Transports auf der Tagesordnung. Die USA hatten als erste mit den Bau derartiger Flugzeuge begonnen. Die Firmen Convair und Boeing hatten bereits 1946 mit der Projektierung strategischer Bombenflugzeuge wie der B-60 und B-52 begonnen. Dabei standen die Parameter wie große Gipfelhöhe, eine hohe Geschwindigkeit und eine große Reichweite im Mittelpunkt.

Mit großem Abstand wurde auch in der UdSSR mit der Entwicklung derartiger Flugzeuge begonnen. Im März 1951 wurde das OKB Nr. 23 (Mjassischtschew) des Ministeriums für Flugzeugindustrie, mit der Projektierung derartiger Bombenflugzeuge beauftragt. Grundlage bildete eine von W. Mjassischtschew erarbeitete wissenschaftliche Studie für die Projektierung eines strategischen Bombenflugzeuges. Im Juni des selbigen Jahres, wurden durch den Chef der Luftstreitkräfte die Anforderungen für ein solches Flugzeug formuliert und bestätigt. Die Forderungen der Luftstreitkräfte an das zu entwickelnde Flugzeug lauteten: Waffenlast 5 t, Reichweite 10 000 - 12 000 km, Geschwindigkeit in 9 000 m Höhe 900 km/h. Das Projekt wurde unter der Bezeichnung "25" realisiert. Parallel zu diesen Entwicklungsarbeiten, erfolgten die Arbeiten an der Weiterentwicklung des Triebwerkbaus. Die zur damaligen Zeit verfügbaren stärksten Triebwerke AM-3A von Mikulin mit einer Schubkraft von jeweils 8 700 kp, wurden als Antrieb für die M-4 konzipiert. Für die Entwicklung des Fahrwerks untersuchte eine speziell dafür eingerichtete Arbeitsgruppe, die Dynamik der Bewegung eines derartig schweren Flugzeuges auf der Start- und Landebahn.

Das Flugzeug Mjassischtschew 3 M / 3 MD ist eine Modifizierung der M-4 mit vergrößerter Reichweite und konstruktiven Veränderungen. Die erste Bezeichnung lautete M-6 bzw. Erzeugnis "201". Der Erstflug fand am 27. März 1956 statt. Die Triebwerke wurden gegen Triebwerke WD-7 ausgetauscht, die im Vergleich zu den Vorgängern eine höhere Schubkraft besaßen und einen geringeren Kraftstoffverbrauch. Die aerodynamische Qualität des Flugzeuges wurde durch neue Tragflügel verbessert. Die Spannweite wurde nicht verändert, aber die Flügelfläche wurde vergrößert.  Ebenfalls konnte die Kraftstoffkapazität im Flugzeug vergrößert werden. Es gab auch die Version mit abwerfbaren Zusatztanks, die unter den Tragflügeln mitgeführt werden konnten. Damit erhöhte sich die Masse des Flugzeuges auf 202 Tonnen. Die Mjassischtschew 3 MD wurde 1960 in den Truppendienst übernommen und besaß dann die Triebwerke WD-7B. Eine verbesserte Aerodynamik und eine modernere Bordausrüstung waren weitere Kennzeichen dieses Flugzeuges. Äußerlich unterschied sie sich durch ein verlängertes und zugespitztes Rumpfvorderteil mit einem Tankstutzen am Ende. Die Antenne der Station RPB-4 wurde unter den Rumpf angebracht und das Rumpfvorderteil wurde um ca. 1 m verlängert. Die Navigationsausrüstung wurde modernisiert, was einen Bombenabwurf aus großer Höhe am Tage und in der Nacht gestattete.

Im Ergebnis aller Modernisierungen vergrößerte sich die Reichweite des Flugzeuges um 40%. Die mögliche Flugzeit mit Nachtanken in der Luft betrug ca. 20 Stunden. Die Version Mjassischtschew 3M wurde anstelle der M-4 in die Serienproduktion übernommen. Der Öffentlichkeit wurde diese Version das erste Mal 1967 in Domodedowo gezeigt.

Weitere Daten und Fakten zum Mjassischtschew Bomber

In meinen Unterlagen fand ich weitere interessante Daten und Fakten zu den hier präsentierten Flugzeugen des OKB Mjassischtschew (ОКБ Mjassischtschew). In der Flieger-Revue Ausgabe 2/2000 erschien ein Artikel von Piotr Butowski/PH unter der Überschrift "Mjassischtschew M - 4 Bison Kalter Krieger", in dem die Entwicklungen des OKB vorgestellt worden sind. Bestandteil dieses Artikels war ein Drei-Seiten-Riss der Mjassischtschew 3MS-2, den ich hier ergänzend mit einfüge.

M-3-MS-2

Dieses abgebildete Flugzeug ist die dritte Version einer Mjassischtschew, das zum Kartonmodellbausatz von Péter Szigetvári gehört. Weiter Daten und Fakten werden mit dem Bau dieser Version genannt.

Quelle Bild         Flieger-Revue Ausgabe 2/2000 

 

Technische Daten Mjassischtschew 3 M / MD

  • Einsatzkonzeption:            Strategisches Bombenflugzeug
  • Länge:   49,00 m
  • Flügelspannweite:    50,48 m
  • Flügelfläche:    320,00 m²
  • Höhe:    12,80 m
  • Leermasse:   202.000 kg / 202 t
  • Startmasse:    210.000 kg / 210 t   
  • max. Startmasse:    keine Angaben
  • Nutzlast:      keine Angaben
  • Waffenlast:    siehe Nutzlast
  • Treibstoffmenge:    ca. 123.600 l
  • Höchstgeschwindigkeit:    950 km/h in 11 000 m 
  • Marschgeschwindigkeit:    860 km/h
  • Steigleistung:     keine Angaben
  • Praktische Gipfelhöhe:      13.700 m
  • Antrieb:   4x Dobrynin WD-7B mit je 127,48 kN Startschub
  • Bewaffnung:    3x Doppelkanonenstände 23 mm sowie Bomben
  • Besatzung:   8 Mann in zwei getrennten Druckkabinen

Quelle Text        "Moderne sowjetische und russische Kampfflugzeuge" / Bomber und Jagdbomber von Dieter Stammer

                        Verlag edition-BEROLINA  Sonderausgabe 

 

Der nachfolgende Link führt zu YouTube mit einem Video zum OKB Mjassischtschew

 

https://www.youtube.com/watch?v=dbQr0zwQgQI

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