Modellverzeichnis

Bogendeckung vom Typ AU-16/Trapez mit Stellfläche und Splitterschutz im Maßstab 1:72

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Bogendeckung Typ 3/16

Bildquelle; "Sowjetische Fliegerkräfte - Deutschland 1945-1994" von Lutz Freundt, 1. Auflage, © Freundt Eigenverlag, Diepholz 1998

 

Bildergalerie der Bogendeckung Typ AU-16/Trapez:

 

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Modellbeschreibung:

Das Diorama zeigt eine Bogendeckung vom Typ AU-16 (auch als Trapezdeckung bezeichnet) und eine Standfläche mit Splitterschutz wie sie anfänglich auf sowjetischen Militärflugplätzen eingerichtet und genutzt worden sind. Als Vorlage habe ich den ehemaligen sowjetischen Militärflugplatz in Werneuchen gewählt. Am Original / Flugplatz befindet sich links von der Standfläche mit Splitterschutz eine weitere Bogendeckung. Die Grundplatte für dieses Diorama besteht aus Restmaterialien (Hartfaserplatte) in den Maßen 70 cm x 95 cm. Die GDF und die Abstellfläche sind aus verschiedenen Kartonarten gefertigt. Für die Rollflächen habe ich 1 mm starken Karton verwendet. Die Lampen sowie ein Teil der Bäume habe ich ebenfalls selber angefertigt. Einen Bauablauf präsentiere ich unter der Rubrik "Bauabläufe". Am Modell ist die sehr massiv gehaltene Stahl- und Betonkonstruktion gut zu erkennen.

Die Herstellung der Stahlträger (Doppel-T-Träger) erforderte auch den größten Zeitaufwand beim bauen. Diese Stahlträger bilden das Hauptgerüst und sind mit großflächigen Betonteilen abgedeckt. Der Innenraum nimmt eine Jak-28 oder MiG-25 problemlos auf. Aus Platzgründen habe ich darauf verzichtet, den Abgaskanal in seiner originalen Ausführung anzufügen. Er ist von mir im hinteren Bereich des Innenraumes angedeutet. Die Bogendeckung wäre sonst in ihrer Dimension um ca. 15 cm länger geworden. Im Innenbereich ist auch der gesonderte Bereich von Arbeitsräumen zu erkennen. Diese sind von außen und von innen begehbar. Die Größe des Abgaskanals ist sicherlich an den großen Schubrohren der MiG-25 ausgerichtet, er kann aber auch mit LKW-Technik befahren werden. Die Beleuchtung des Innenbereiches habe ich mit drei Lampenreihen nachgestaltet. Auch an den Toren ist die sehr massiv gehaltene Stahlbetonbauweise gut zu erkennen. Jeder Torflügel besteht aus einem Stahlgerüst mit von außen verschweißten Stahlplatten. Der Hohlraum ist mit Sand gefüllt worden. Der Antrieb zum bewegen der einzelnen Torflügel beim Schließvorgang, erfolgte über Seilzug mittels mehrerer Elektromotoren oder über LKW-Technik. Das Öffnen der Tore erfolgt relativ einfach, durch abgleiten der Tore auf den seitlich abfallenden Laufschienen. Als Laufschienen wurden im Boden eingelassene Eisenbahnschienen verwendet. Diese sind von mir am Modell nur angedeutet worden. Die teilweise etwas kantige Außenform der Bogendeckung ist auch am Original teilweise so erkennbar. Sie ist sicherlich der Baugröße und den vor Ort vorhandenen Platzverhältnissen geschuldet. Die Standfläche mit Splitterschutz ist eine einfache offene Deckung zum Abstellen von Flugzeugen.

In der Regel waren sie an einen Hauptrollweg links und rechts angelegt und durch bewaldetes Gelände geschützt. Die bauliche Ausführung der Standfläche mit Splitterschutz war vom Flugzeugtyp abhängig, so dass die äußere Form von den genannten Kriterien abhing. Mein Modell zeigt die Anordnung der Standfläche mit Splitterschutz in Kombination mit einer Bogendeckung und einer entsprechend großen Flugbetriebsfläche. Sie ist entsprechend Groß und kann Flugzeuge wie die IL-28, Jak-27 und Jak-28 aber auch die MiG-25 aufnehmen. Diese Standflächen waren auf allen Militärflugplätzen in den festgelegten Dezentralisierungsräumen präsent. Anfänglich wurden größere Hauptrollwege oder der Bereich Vorstartlinie auch zum Abstellen von Flugzeugen genutzt. Der oben gezeigte Grundriß der Bogendeckung Typ AU-16 ist nicht ganz korrekt, da er den im Innenbereich gesonderten Arbeitsraumbereich nicht markiert. Die Bogendeckung vom Typ AU-16 war noch nicht die größte Version von gebauten Bogendeckungen (GDF). Es gibt in dieser Kategorie noch eine etwas größere Version (AU-19), welche für die Unterbringung der MiG-31 bzw. der SU-27 Familie angedacht war. Ich überlege gegenwärtig, ob ich mir zu dieser Version noch entsprechende Baupläne anfertigen werde. Dies ist zwischenzeitlich erfolgt und das Diorama befindet sich nach seiner Fertigstellung in der Präsentation als Bogendeckung GDF AU-19.

 

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Daten und Fakten:

In den 60-ziger Jahren entwickelte sich die Erkenntnis eines wirksameren Schutzes von Flugzeugen auf den Militärflugplätzen. Dabei sollte die Strategie einer dezentralisierten Unterbringung weiter ausgebaut und die vorhandenen Örtlichkeiten optimaler genutzt werden. Dieses führte dazu, das unterschiedliche Bogendeckungen als "GDF" (Geschlossene Deckungen für Flugzeuge) entstanden und auf den Militärflugplätzen gebaut wurden. Dieses galt hauptsächlich für den unmittelbaren Konfrontationsbereich zwischen NATO und Warschauer Pakt. Mit der Entwicklung der MiG-25 entstand ein Jagdflugzeug mit einer neuen Größendimension. Da die MiG-25 zu ihrer Zeit ein sehr spezielles Flugzeug war, wurden auch die Anforderungen an ihre Sicherheit und Tarnung sehr hoch angelegt. An der Stahl- und Betonkonstruktion der Bogendeckung Typ AU-16 wird dieser sehr hohe Anspruch schnell erkennbar. Die Stahlträger und die Stärke der Tore (über 65 cm) hätten sicherlich einem sehr intensiven Raketenbeschuß ausgehalten. Die Baugröße der Bogendeckung Typ AU-16 fand anfänglich nur im begrenzten Umfang seine praktische Umsetzung. So wurden auf den Flugplätzen in Brand, Finow, Welzow und Werneuchen je 12 Stück gebaut und zum abstellen der MiG-25 und Jak-28 genutzt (später auch SU-24 und MiG-29).

Damit gestaltete sich die Einführung dieses Bogendeckungstyps als problematisch, da die Raumfrage schnell an vorhandene Grenzen stieß. Erst Anfang der 80-ziger Jahre erfolgte eine erneute Dislozierung für diesen Bogendeckungstyp und einen noch etwas größer gehaltenen (die AU-19) für die SU-27 Familie und MiG-31, weil mit dem NATO-Doppelraketenbeschluß eine neue militär-strategische Lage in Mitteleuropa entstanden war. (Die Interpretation der heutigen westlichen Welt sieht hier nach wie vor anders aus. Es scheint immer noch das Feindbild des bösen Russen in vielen Köpfen von Politikern und Militärs der westlichen Welt präsent zu sein.) Mit der Einführung der Bogendeckung entstanden gut getarnte Schutzbauten und Abstellmöglichkeiten für Flugzeuge bzw. ermöglichten sie im Ingenieurtechnischen Bereichen und Diensten neue Optionen, um Arbeitsorganisatorisch neue Wege zu beschreiten. Mit dem Bau eines weiteren Dioramas mit einer Bogendeckung, die ich aus den sowjetischen Bogendeckungen AU-16 und AU-19 abgeleitet habe, werde ich die Präsentation von diesen Baukörpern abschließen und eine zusammenfassende Übersicht gestalten.

 

Quelle    "Rote Plätze" Russische Militärflugplätze (Deutschland 1945 - 1994)  von Lutz Freundt (Hrsg.) und Stefan Büttner

 

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