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Schweres Kurzstart Jagdflugzeug MiG-23PD im Maßstab 1:72

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MiG-23PDMiG-23PD

 

Modellbeschreibung:

 

Das Modell zeigt ein Prototyp aus dem OKB Mikojan-Gurewitsch mit der Typenbezeichnung MiG-23PD. Es ist ein Plastikmodellbausatz von Hobby Kits ART MODEL im Maßstab 1:72.

Die MiG-23PD, im OKB MiG auch unter der Bezeichnung MiG-23-01 geführt, entstand Mitte der 60ziger Jahre, neben einer Reihe anderer wichtiger Entwicklungslinien innerhalb des Zentralen Konstruktionsbüros Mikojan-Gurewitsch (OKB). Es war die Zeit, als in den Konstruktionsbüros, nicht nur in den sowjetischen, sondern auch in den britischen, amerikanischen u. a., nach neuen Triebwerksvarianten geforscht wurde, um Jagdflugzeuge mit einer kurzen Start- und Landebahn bzw. mit vertikalen Hilfsmitteln, in die Luft zu bekommen. Für das OKB Jakowlew wurden neuartige Hubtriebwerke entwickelt, die den Senkrechtstart von Jagdflugzeugen technologisch ermöglichten. Das OKB MiG und das OKB Suchoj forschten in die Richtung, die es bereits bewährten Flugzeugtypen wie die MiG-21 und die SU-15 ermöglichen sollten, mit zusätzlichen Hubtriebwerken relativ kurze Startbahnen zu nutzen. Das Flugzeug MiG-23PD ist ein solches Beispiel. Es hat in der Rumpfmitte zwei Hubtriebwerke, welche beim Startvorgang dem Haupttriebwerk zusätzliche Auftriebskräfte erzeugt, um das Flugzeug nach kurzer Rollstrecke abheben zu lassen. Damit verbunden waren Kompromisse, die den Kampfwert der betreffenden Flugzeugkonstruktionen negativ beeinflussten. So erhöhte sich nicht nur das Gesamtgewicht, sondern auch die vorhandene Kraftstoffkapazität verringerte sich und verkürzte damit die Flugdauer. Von der möglichen Bewaffnung muss man gar nicht erst reden, da sie sich auf ein Minimum reduzierte. Das Modell hat im Bausatz 4 Außenstationen unter den Tragflügeln, welche sicherlich „den Wunsch als Vater des Gedankens“ hatten. Ich habe am Modell diese Außenstationen auf zwei reduziert und ihre Positionierung unter den Tragflügeln verändert. Im Internet sind bei YouTube Videoaufzeichnungen vom Start einer MiG-23PD zu sehen. Diesen Link werde ich am Ende dieser Beitragsseite zur Nutzung für den Besucher übernehmen. Im Video ist zu sehen, dass der Prototyp nur mit zwei Außenstationen bestückt ist und die mitgeführte Raketenbewaffnung eine reine Artrappenversion. Kurzzeitig wird aber auch eine Einstellung gezeigt, welche die MiG-23PD mit 4 Luft-Luft-Raketen zeigt. Die Ähnlichkeit der MiG-23PD mit der MiG-23 als Schwenkflügler basiert sicherlich auf die Verwendung von Hauptbaugruppen wie den Bugbereich, das Seiten- und Höhenruder sowie des Cockpits. Der Modellbausatz glänzt nicht mit filigranen Extras. Die Gestaltung der Hubtriebwerke ist eher mäßig und die Abdeckklappe hätte eine andere Oberflächengestaltung verdient. Ebenso ist das Cockpit in seiner Gestaltung kein Hingucker. Dafür hat man aber einen Schleudersitz verfügbar, der nicht nur mit vielen Details glänzt. Er ist auf einen Plastikblock entstanden, wo der Modellbauer gefordert wird, den Schleudersitz sauber von diesem Block zu trennen. Die Passgenauigkeit kann mit gut bewertet werden. Ich hatte diesen Modellbausatz erworben, da er für die Präsentation von Entwicklungsrichtungen im OKB Mikojan-Gurewitsch einfach dazu gehört. Leider steht im Zentralen Flugzeugmuseum der Russischen Förderation in Monino bei Moskau keine MiG-23PD. Ich vermute, dass viele Prototypen am oder im ZAGI in Shukowski bei Moskau verblieben sind. Ist aber nur eine Vermutung meinerseits.

 

Bildergalerie der MiG-23PD:

 

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(zum vergrößern anklicken)

 

DATEN und FAKTEN:

Wie von mir in der Modellbeschreibung bereits genannt, gab es in der Mitte der 60ziger Jahre Überlegungen bei den Flugzeugkonstrukteuren, Jagdflugzeuge senkrecht Starten zu lassen bzw. mit der Fähigkeit auszustatten, über kurze Rollwege schnell vom Boden abzuheben. Beeinflusst wurde diese Idee auch von der Erkenntnis, dass Militärflugplätze mit ihren Start- und Landebahnen sowie den dazu gehörigen Vorstartlinien und Rollbahnen, leichte Angriffsziele aus der Luft boten und meist durch die örtliche Lage bedingt, schwer zu verteidigen waren.

Im OKB Mikojan-Gurewitsch nutzte man bereits bewährte Flugzeugtypen wie die MiG-21 und die in Entwicklung befindliche MiG-23 für Testprogramme mit den neu entwickelten Hubtriebwerken, welche im OKB Jakowlew zur Entwicklung des Senkrecht startenden Technologie-Demonstrators Jak-36 führte. Die Testprogramme mit dem Komplex MiG-21 / E-7PD und dem Komplex MiG-23-01 / MiG-23PD sind Entwicklungen aus dieser Zeit, welche keine Serienmuster hervorbrachten. Die Erkenntnis, dass mit Jagdflugzeugen, welche über eine veränderbare Tragflächengeometrie verfügen, eine bessere Entwicklungsrichtung eingeschlagen wurde, setzte sich erst langsam durch. Im OKB MiG war man mit der Entwicklung der MiG-23 auch davon ausgegangen, dass dieses Flugzeug auch auf unbefestigten Grasflächen starten und landen sollte. Damit entstanden auch veränderte strategische Ausrichtungen für die Luftverteidigung und den Frontfliegerkräften. Der Prototyp MiG-23PD ging nicht in Serie und wird auch im Entwicklungsnachweis des OKB Mikojan-Gurewitsch nur nebensächlich erwähnt. Ähnlich wie es beim Prototyp MiG E-7PD zu verzeichnen ist. Der Erstflug der MiG-23PD erfolgte am 03. April 1967.

 Eine Ausnahme - das Buch "TESTPILOTEN  MIGS  WELTREKORDE" 

Herausgeber Militärverlag der DDR / Autor Karl-Heinz Eyermann aus dem Jahr 1969

MiG-23PD

 

Technische Daten der MiG-23PD

  • Einsatzkonzeption:       Versuchsflugzeug
  • Länge:  16,80 m
  • Spannweite:  7,72 m 
  • Flügelfläche:  40 m²
  • Leergewicht:  12.020 kg
  • max. Startgewicht:   16.000 kg
  • Antrieb:  1x Turbojet Tumanski R-27-300 / Schub 76,49 kN mit Nachbrenner
  • Antrieb / Hub:   2x Turbojet Rybinsker RD-36-35 mit je 46,09 kN Schub
  • Startstrecke:  180 bis 200 m
  • Landestrecke:   250 m mit Bremsschirm
  • Bewaffnung:  keine echten Angaben
  • Besatzung:  1 Mann 

Link von YouTube

Er zeigt ein Video, in dem die MiG-23PD kurz vorgestellt wird und man den Startvorgang beobachten kann.

https://www.youtube.com/watch?v=w9rb9aklt7Q

 

Quelle Bilder und Text     Original Modellbausatz ARTMODEL / Militärverlag der DDR / www.testpiloten.ru / Modellbaufreund Lothar Schlüter

 

Berlin,  04.02.2021      Lothar Schlüter

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