DDR Kranich Modellbögen Teil VI

Mit der Neugestaltung der Seiten zum Thema "DDR Kranich-Modellbögen", werden auf den einzelnen Seiten jeweils Kranich-Modellbausätze und Alternativmodellbausätze des polnischen Kartonmodellbaus vorgestellt. Dazu entflechten wir die bereits vorhandenen Seiten etwas, um die Übersichtlichkeit zu verbessern. Auf dieser Seite werden die Kranich-Modellbogen "Schwerer sowjetischer Allwetterjäger" und "Sowjetischer Raketenträger" vorgestellt. Im polnischen Kartonmodellbau gab es in den Anfangsjahren kein Pandant zu diesen Kranich-Modellkonstruktionen. Ende der 1990ziger Jahre entstanden qualitativ hochwertige Modellkonstruktionen des sowjetischen Langstrecken-Abfangjägers Tupolew TU-28 und des strategischen Raketenträgers / Bombers Tupolew TU-22.

 

Kranich-Modellbogen "Schwerer sowjetischer Allwetterjäger"

TU-128

Konstrukteur Helge Bergander

Titelzeichnung Hans Räde

Herausgeber   Verlag "Junge Welt" Druck-Nr. 64-16M

Erscheinungsjahr 1964               Maßstab 1:50                EVP   1,80 MDN

Druck Metallfolie

1.  Abbildung - Umschlag mit Bauanleitung

  • KMB-TU-28.0001
  • KMB-TU-28.0002
  • KMB-TU-28.0003
  • KMB-TU-28.0004

(zum vergrößern anklicken)

Diesen Kranich-Modellbausatz hatte ich 1964 gebaut. Der Begleittext mit seinen Informationen und die Bauanleitung selbst, enthielten keine genauen Angaben zum Flugzeugtyp. Es wurde nur darauf verwiesen, dass es sich um einen schweren Allwetterjäger handelt, der 1961 auf der Luftparade in Tuschino erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Mit der großen Radarwanne unterm Rumpf erfolgte ein weiterer Hinweis auf die Leistungsstärke der elektronischen Ausrüstung und möglichen Kampfführung. Dieser Flugzeugtyp wurde im Bausatz irrtümlich dem Konstruktionsbüro Jakowlew zu geordnet. Es handelt sich aber korrekt um einen Modellbausatz der TU-28/TU-128. Ich hatte dieses Flugzeug zur damaligen Zeit als TU-28 kennengelernt. Die Bauanleitung mit ihren Skizzen ist sehr gut. Ich kann mich auch nicht erinnern, größere Schwierigkeiten im Bauablauf gehabt zu haben. Teilweise wurden die Umschlagseiten (letzte Seite) wie hier am Modellbausatz zu erkennen, zum Druck von Verbindungselementen und kleineren Spanten benutzt. Zu diesem Modellbausatz gehörte kein Fahrwerk, so dass ich nach Fertigstellung einen geeigneten Ständer suchte. Die Deckenvariante schloß ich damals aus. Die große Radarwanne unterm Rumpf, die Stabilisierungsflossen am Heck und zwei größere Luft-Luft-Raketen in den Farben rot/gelb gehörten zum Bausatz. Ich erwähne es, weil fast alle von der TU-28/TU-128 danach erschienenen Modellbausätze über keine Radarwanne und Stabilisierungsflossen am Heck verfügen. Desweiteren sind statt zwei jetzt vier Luft-Luft-Raketen zum Standard geworden. 

 

2.  Abbildung - Bastellbögen  (2 Blätter mit Verbindungselementen u.a.m. sowie 4 Blätter Metallfolie mit den einzelnen                                       Bauteilen)

TU-28TU-28TU-28

Die Gestaltung der Bastelseiten fiel bei diesen Modellbausatz etwas platzsparender aus. Beim Ausschneiden der einzelnen Teile mußte man sofort überlegen, welche anderen damit verbundenen Teile gleich mit auszuschneiden waren. Die Gravuren auf der Oberfläche waren von einer guten Qualität und ließen das fertige Modell in einer guten Optik erstrahlen. Mich hatte dieses Modell von an beginn begeistert. Die Gestaltung der Schubdüsen hätte noch etwas präziser ausfallen können. Das Fehlen eines Fahrwerkes in diesen Modellbausatz, ist sicherlich dem Umstand geschuldet gewesen, dass es kein ausreichendes Bildmaterial zu diesen Flugzeugtyp gab. Die meisten zur damaligen Zeit vorliegenden Fotos, zeigten dieses Flugzeug in verschiedenen Flugphasen und nicht am Boden. Dieser Modellbausatz glänzte mit seiner guten bis sehr guten Paßgenauigkeit. Ein Mangel bestand in der Anfälligkeit der Oberfläche von der Metallfolie gegenüber Klebstoff wie Duosan. Eine taktische Nummer war im Bausatz ebenfalls nicht angegeben. Dieses Modell existierte bei mir bis weit in die 70ziger Jahre und wurde erst durch den Spieldrang meiner Kinder zu Schrott. Dieser vorgestellte Kranich-Modellbogen ist Bestandteil meiner Sammlung.

Ein nochmaliger Bau dieses Modelles steht in der Überlegung, da die Idee ein Fahrwerk aus dem Kranichbausatz der TU-22 zu verwenden, einen gewissen Anreiz darstellt.

Quelle Bilder und Text      Original Kranich-Modellbogen / Modellbaufreund Ulrich Günscht und Lothar Schlüter

 

 

Alternativbausatz des sowjetischen Langstrecken-Abfangjägers Tupolew TU-28 von HOBBY-MODEL

TU-28/HOBBY-MODEL

Der Modellbogen enthält keine Angaben über den Konstrukteur. Lediglich die ISSN 1231-9694 ist angegeben und im Titel die laufende Nummer in Verbindung mit dem Erscheinungsjahr ausgewiesen. (3 / 2004 Nr. KAT 82)

1.  Abbildung (Abb.)   Umschlagseiten mit Bauanleitung 

  • Hobby-TU-128M.0001
  • Hobby-TU-128M.0002
  • Hobby-TU-128M.0003
  • Hobby-TU-128M.0004
  • Hobby-TU-128M.0005
  • Hobby-TU-128M.0006
  • Hobby-TU-128M.0007

(zum vergrößern anklicken)

Diesen Modellbausatz habe ich 2006 / 2007 gebaut und das Ergebnis kann auf dieser Homepage begutachtet werden. Es war für mich einfach ein Bastelerlebnis der besonderen Art. Damit begann für mich eine neue Phase des Modellbaus, da ich mich mit meinen Modellen in die öffentliche Präsentation begab. Dieser Kartonmodellbausatz von HOBBY-MODEL hat eine für mich ausgezeichnete Karton- und Druckqualität. Die Modellkonstruktion enthält viele Details. Die Cockpitgestaltung sowie die Ausführung des Fahrwerkes, lassen das Herz eines jeden Modellbaufreundes höher schlagen. Der Kaufpreis von 22,00 € ist auf alle Fälle gerechtfertigt.

 

Quelle Bilder und Text          Original Modellbogen von HOBBY-MODEL / Modellbaufreund Lothar Schlüter

 

 

Kranich-Modellbogen "Sowjetischer Raketenträger"

TU-22

Konstrukteur Helge Bergander

Titelzeichnung Hans Räde

Herausgeber   Verlag "Junge Welt" Druck-Nr. 64-27M

Erscheinungsjahr 1964               Maßstab 1:50                EVP   2,50 Mark

Druck Metallfolie

1.  Abbildung - Umschlag mit Bauanleitung

  • KMB-TU-22.0001
  • KMB-TU-22.0002
  • KMB-TU-22.0003
  • KMB-TU-22.0004

(zum vergrößern anklicken)

Diesen Kranich-Modellbausatz hatte ich 1966 erworben und 1967 gebaut. Die Modellinformationen sind sehr spärlich gehalten und sicherlich dem damaligen Mangel an konkreten Informationen zum Flugzeugtyp geschuldet. Ich halte mich ganz bewußt mit kritischen Anmerkungen zu diesem Bereich der Kranich-Modellbögen zurück, da am wenigsten die Konstrukteure dieser Modellbausätze dieses zu verantworten hatten. Es gab eben militärische Geheimnisse und die sowjetische Seite hatte sicherlich ihre Gründe dafür, dass sie nicht alles in die Öffentlichkeit trug. Aus den Informationen zum Modellbausatz geht nicht hervor, was die konkrete Typenbezeichnung des Flugzeuges anbetrifft. Da ich schon mehrere Tupolew-Modelle aus dem Zivilbereich gebaut hatte, fielen mir die Fahrwerksgondeln an diesem Modell auf und ließen für mich den Schluß zu, dass es sich um eine Maschine aus dem OKB Tupolew handeln könnte. Eine Bestätigung meiner Vermutung bekam ich etwas später mit dem Kauf eines Buches aus dem Militärverlag der DDR, wo dieses Flugzeug mit der Typenbezeichnung strategischer Raketenträger TU-22 vorgestellt wurde. Die im Modellbausatz mit enthaltene Luft-Boden-Rakete wurde als Lenkwaffe Ch-22 bezeichnet. Die Bauanleitung ist sehr komprimiert und detailliert gestaltet. Die Nutzung der letzten Umschlagseite für Streben war Nachteilig, da man bei Nutzung die Skizzen für den Fahrwerksbau zerschneiden mußte. Dieses Problem hatte ich damals über die Nutzung von Durchschlagpapier zum abpausen gelöst.

 

2.  Abbildung - Bastelbögen (4 Blätter mit Verbindungselementen, Spanten u.a.m. und 8 Blätter Metallfolie mit den Bauteilen)

TU-22TU-22TU-22

Die Gestaltung der Verbindungselemente, Spanten und anderer Teile war bei diesen Modellbausatz sehr komplex gehalten. Allein die Verbindungs- und Spantenkonstruktion für das Seitenruder mit den Halterungen für die Triebwerke gestaltete sich sehr umfangreich. Dazu kamen noch die Fahrwerksgondeln, der Raketenkörper und das Fahrwerk selbst. 

Wie an den Metallfolienseiten ersichtlich wird, befindet sich dieser Modellbausatz in einen recht guten Zustand. Der Bau dieses Modells war ein echtes Bastelerlebnis. Die Paßgenauigkeit der einzelnen Teile war sehr gut. Leider fehlten im Modellbausatz die taktische Nummer des Flugzeuges, was man aber durch die Nutzung von Nummern aus anderen Bausätzen ausgleichen konnte. Der Modellbausatz garantierte ein tolles Standmodell von einer TU-22K. Dieses Modell konnte ich von allen von mir gebauten, am längsten vor der Zerstörung bewahren. Mit den Jahren wurde an diesen Modell auch deutlich, das ein Schutzanstrich mit Klarlack den Verwitterungsprozeß (durch Staub) etwas besser entgegen gewirkt hätte. Dieser vorgestellte Kranich-Modellbogen ist Bestandteil meiner Sammlung.

Quelle Bilder und Text      Original Kranich-Modellbogen / Modellbaufreunde Ulrich Günscht und Lothar Schlüter

 

Alternativbausatz des polnischen Herstellers MODELIK TU-22M3 "Backfire"

TU-22

Das Titelbild zeigt eine TU-22 und im Namen versteckt sich ein ganz anderes Flugzeug. Ich habe diesen Modellbausatz als Modellbogen vorliegen. Ich war anfänglich irritiert, da ich wirklich hoffte, einen Bausatz der TU-22 vorzufinden. Der Inhalt dieses Modellbogens ist wirklich eine TU-22M3 "Backfire". Da er im Format A 3 ausgeführt ist, muß ich noch die entsprechenden Scandateien anfertigen. Danach werde ich diesen Modellbausatz hier vorstellen. Auf der Internetseite www.Kartonmodellbau.net kann ein gebautes Modell angesehen werden.

Fortsetzung folgt!

Quelle Bilder und Text      Original Modellbogen Modelik / Modellbaufreund Lothar Schlüter

Berlin,  12. November 2016      Lothar Schlüter

 

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